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Praxis für Allgemeinmedizin Pohl
Anke-Mareike Pohl
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Notfallpraxis
im St. Josef-Hospital
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44791 Bochum
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News

Radfahren mit Helm – oder ohne?

Vor allem junge Leute tragen keinen Helm, wenn sie mal eben ein paar Straßen weiter radeln. Besser wäre es aber: Bei einem Sturz kann der Fahrradhelm schweren Kopfverletzungen vorbeugen. Dennoch gibt es gute Gründe, auf eine Helmpflicht für alle zu verzichten.

“Looks like shit. But saves my life.” Mit diesem Slogan wirbt derzeit das Bundesverkehrsministerium für den Fahrradhelm. Die Kampagne zeigt dazu Bilder von schönen jungen Menschen, die mit einem Helm und sonst ziemlich wenig bekleidet sind.
Das Verkehrsministerium musste viel Kritik einstecken. „Gewiss kann man über eine Art der Umsetzung diskutieren“, sagt der Psychologe Klaus Peter Kalendruschat von TÜV NORD. An der eigentlichen Botschaft allerdings zweifelte kaum jemand: „Mit einem Helm auf dem Kopf steigen die Chancen, einen Sturz vom Rad ohne schwere Kopfverletzungen zu überstehen.“
Vergangenes Jahr starben 430 Radfahrerinnen und Radfahrer im Straßenverkehr, informiert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat. Laut dem baden-württembergischen Verkehrsministerium könnten Radhelme bis zu 80 Prozent der Kopfverletzungen bei besonders Schwerverletzten verhindern. Ein Forschungsteam in Tschechien analysierte Autopsiereporte von 119 Unfallopfern, die dort zwischen 1995 und 2013 auf dem Rad verunglückt waren. 44 von ihnen hätten demnach mit Helm überlebt - jene, die ohne Fremdeinwirkung gegen ein Hindernis gefahren oder vom Rad gefallen waren.
 
Laut Verkehrsbeobachtungen trägt nicht einmal ein Zehntel der 17- bis 30-Jährigen beim Radfahren einen Helm, begründet das Bundesverkehrsministerium seine umstrittene Kampagne. Den jungen Leuten sei das Unfallrisiko durchaus bewusst, doch der Helm gelte als „unpraktisch, unbequem und unästhetisch“. Rund jeder zweite Erwachsene ist nach eigenen Angaben immer ohne unterwegs. Gleichwohl würden die meisten nicht an seinem Nutzen zweifeln.
 
Warum also nicht gleich eine Helmpflicht? Sie hätte einen unerwünschten Nebeneffekt. Die Zahl der schweren Kopfverletzungen würde sich zwar halbieren, schätzte Alena Hoye vom Institut für Verkehrsökonomie in Oslo 2018 anhand der bis dahin bekannten Studien. Allerdings könne das schlicht daran liegen, dass weniger Menschen aufs Rad steigen, wenn der Helm vorgeschrieben wird. Das baden-württembergische Verkehrsministerium rechnet mit sechs bis sieben Prozent weniger Radverkehr.
 
Gernot Sieg, Direktor am Institut für Verkehrswissenschaft an der Universität Münster, warnt nicht nur vor der Helmpflicht. Schon wenn Kampagnen das Fahren ohne Helm als leichtsinnig darstellen, würden manche daraus schließen, dass Radfahren generell gefährlich sei, und lieber aufs Auto umsteigen. Das aber sei unterm Strich ungesünder. Deshalb wären Kampagnen lediglich dann sinnvoll, „wenn für jede aus Sicherheitsgründen abgeschreckte Person mindestens 13 dauerhaft den Helm nutzen“.
Die klügere Strategie wäre vielmehr, für sichere Wege zu sorgen: mit strikteren Tempolimits, Verkehrskontrollen, Durchsetzung der Regeln und einer besseren Infrastruktur. Ohnehin könnten Helme vor auffahrenden Kraftfahrzeugen nicht schützen, wie die oben genannten Autopsiereporte ergaben. Dazu brauche es getrennte Wege für Rad- und Autoverkehr.
 
Und noch etwas gilt es zu bedenken. Seit geraumer Zeit streiten Fachleute über die Frage, ob Menschen mit Schutzausrüstung mehr Risiken eingehen oder ausgesetzt sind als ohne. 2007 beobachtete der britische Psychologe Ian Walker zunächst bei Selbstversuchen auf dem Rad, dass Autos ihn mit weniger Abstand überholten, wenn er einen Helm trug. Später demonstrierte er in Laborexperimenten, dass Versuchspersonen zu riskanteren Aktivitäten neigten, wenn sie unter einem Vorwand einen Helm aufgesetzt bekamen. Walker vermutete, dass die stabile Kopfbedeckung unbewusst ein Gefühl der Sicherheit vermittelte.
 
Doch andere Fachleute widersprachen. Unter anderem fand eine Übersichtsstudie in 18 von 23 Untersuchungen keine Hinweise auf eine solche „Risikokompensation“, wie das Phänomen in Fachkreisen heißt. Einzelne Experimente bestätigen indes den Effekt. So beobachteten Psychologinnen in Kanada bei sieben- bis zwölfjährigen Schulkindern, dass vor allem die abenteuerlustigen unter ihnen mit Helm schneller und waghalsiger fuhren als ohne.
 
„Dennoch sollten Kinder auf dem Rad einen Helm tragen“, mahnt Klaus Peter Kalendruschat von TÜV NORD. Nur sei das eben leider nicht genug. Solange es an einer sicheren Infrastruktur, besseren Gesetzen und Kontrollen zum Schutz von Radfahrenden fehle, könnten besorgte Eltern immerhin eines tun: Mit ihren Kindern immer wieder Vorsicht üben - „und selbst mit gutem Beispiel vorangehen!“

19.06.2019 DGA | Quelle: TÜV NORD Mobilität GmbH & Co. KG

„Der Lebensmittelverband profiliert sich bisher als Verhinderer gesunder Ernährung“

Zur Ankündigung des Herstellers Iglo, den Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft BLL (Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V.) zu verlassen, kommentiert Barbara Bitzer, Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG):

„Wir begrüßen die Entscheidung von Iglo, nicht länger einen Verband zu unterstützen, der die Zeichen der Zeit in Sachen gesunde Ernährung verschlafen hat. Der BLL profiliert sich bislang als Verhinderer vieler wissenschaftlich empfohlener Maßnahmen zur Eindämmung von Übergewicht. Dies wurde zuletzt deutlich bei der Diskussion um den Nutri-Score, der ebenfalls nicht vom BLL unterstützt wird, obwohl bereits fünf deutsche Hersteller, darunter Iglo, das Kennzeichnungssystem eingeführt haben oder dies planen. Iglo zeigt, dass es auch anders geht und die Lebensmittelindustrie Teil der Lösung sein kann und will. Für den BLL muss dies ein Weckruf sein, seine Blockadehaltung in Sachen gesunder Ernährung aufzugeben. Ein konkreter Schritt wäre die Unterstützung des Nutri-Scores als europäische Lösung einer verständlichen Lebensmittelkennzeichnung.“

Herzwochen – Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?

Unter dem Motto „Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?“ stehen die bundesweiten Herzwochen vom 1. bis zum 30. November 2019 mit über 1.000 Veranstaltungen (Termine ab Mitte Oktober unter www.herzstiftung.de). Jedes Jahr erleiden in Deutschland 65.000 Menschen einen plötzlichen Herztod, etwa 60.000 versterben daran. „Das müsste nicht sein. Der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, von dem es kein Entkommen gibt“, betont der Herzspezialist und Notfallmediziner Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod überwiegend durch Kammerflimmern, das das Herz von einer Sekunde auf die andere komplett aus dem Takt bringt. Das Herz hört auf zu schlagen, der Blutdruck sinkt auf „Null“. Der Patient verspürt nach vier Sekunden eine „Leere“ im Kopf. Nach acht Sekunden bricht er bewusstlos zusammen. Nach zwei bis drei Minuten hört er auf zu atmen. Nach zehn Minuten sind Wiederbelebungsmaßnahmen in aller Regel erfolglos.

Wer ist gefährdet? Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste zugrundeliegende Erkrankung. Autopsien bei plötzlich Verstorbenen haben eine Häufigkeit der KHK von bis zu 75% ergeben. Sie wiederum ist verursacht durch Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin). Auch die Genetik und ein ungesunder Lebensstil durch Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Drogenkonsum spielen eine Rolle. Ursachen des plötzlichen Herztods können auch Herzmuskelerkrankungen, seltener Herzklappenerkrankungen sowie angeborene Herzfehler sein. „Die beste Strategie ist es, Herzerkrankungen – allen voran die KHK – frühzeitig zu erkennen und zu behandeln“, erläutert Andresen und betont: „Wenn wir es fertig bringen durch konsequente Aufklärung und nachhaltige präventive Maßnahmen die koronare Herzkrankheit zu reduzieren, dann wird der plötzliche Herztod vieles von seinem Schrecken verlieren. Leider sind wir davon noch sehr weit entfernt.“ Die Herzwochen sollen helfen mit Unterstützung der Medien die Menschen darüber informieren, wie es zu diesen bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar machen und wie sie sich am effektivsten vor der Gefahr des plötzlichen Herztodes schützen.

Was tun beim Herzstillstand? Patienten mit einem plötzlichen Herzkreislaufstillstand haben nur eine Chance zu überleben, wenn Zeugen vor Ort sind, die das Geschehen beobachten, richtig einschätzen und nach Alarmierung der Notrufnummer (112) mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Die gute Nachricht: Entsprechend einer eigenen Untersuchung* werden 60 bis 70% der Herzstillstände beobachtet, von den Zeugen als Notfall richtig erkannt und auch die Notruf-Nummer 112 alarmiert. Die schlechte Nachricht: Nicht einmal die Hälfte der Zeugen beginnt nach Absetzung des Notrufes mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Mehrheit bleibt untätig. Der Grund: Allgemeine Verunsicherung und vor allem die Angst etwas falsch zu machen. Dabei gilt:

1. Ohne eine Erstversorgung durch Zeugen – zumeist medizinische Laien – hat ein Patient mit einem Herzkreislaufstillstand kaum eine Chance erfolgreich wiederbelebt zu werden. 2. Jeder Erwachsene sollte in der Lage sein, einen Herzkreislaufstillstand zu erkennen und die notwendigen Schritte zur Rettung der Person einzuleiten.

Die Deutsche Herzstiftung verweist dazu auf ihre Broschüre „Was tun im Notfall?“, in der die einzelnen Schritte einer Laienreanimation leicht verständlich dargestellt sind (Bestellung kostenfrei unter Tel. 069 955128-400, Mail: bestellung@herzstiftung.de oder www.dhs.tips/herznotfall).

Herzspezialisten informieren bundesweit / Neuer Experten-Ratgeber Die Herzstiftung wird in ihrer Kampagne nicht nur über Ursachen, Diagnose- und Therapieverfahren intensiv aufklären. „Wir wollen Menschen die Bedrohlichkeit eines plötzlichen Herzstillstands aufzeigen, zugleich aber auch darüber informieren, dass sie selbst viel gegen ihr Risiko für einen plötzlichen Herztod tun können“, so der Kardiologe. Grundlage der Herzwochen wird die neue Experten-Broschüre „Plötzlicher Herztod: Wie kann man sich davor schützen?“ mit Beiträgen von renommierten Kardiologen, Herzchirurgen und Pharmakologen sein. Darin werden Experten laienverständlich über den plötzlichen Herztod, seine Ursachen, Auslöser und Vorboten, Therapien zur Bekämpfung der Grundkrankheiten, über die Wiederbelebung und Akuttherapie sowie psychische Probleme informieren. In den Herzwochen beantworten Herzspezialisten in Herz-Seminaren, bei Gesundheitstagen sowie in Telefon- und Online-Aktionen häufige Fragen von Patienten und informieren mit Kurz-Schulungen in den Kliniken über die Laien-Reanimation (Herzdruckmassage/Anwendung eines Laien-AED). Die Herzwochen bieten Betroffenen und Angehörigen sowie Fachkreisen und Medien die Möglichkeit, sich kompetent und laienverständlich über wichtige Fragestellungen zu informieren.

*Andresen D., et al., Public access resuscitation program including defibrillator training for laypersons: a randomized trial to evaluate the impact of training course duration. Resuscitation. 2008 Mar;76(3):419-24. Epub 2007 Oct 31 (doi: 10.1016/j.resuscitation.2007.08.019

Operation des Grauen Stars nicht zu lange hinausschieben

Wenn sich im Laufe des Lebens die Linse des Auges eintrübt, dann ist das ein schleichend fortschreitender Vorgang. Viele Patienten sind unsicher, wann der richtige Zeitpunkt für eine Operation ist. Dr. Werner Bachmann vom Ressorts Ophthalmochirurgie im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands gibt Hinweise.

Die mit der Linsentrübung (Grauer Star, Katarakt) verbundenen Veränderungen des Sehvermögens nehmen die Betroffenen erst in einem fortgeschrittenen Stadium wahr: Das Farbensehen verändert sich, die Sehschärfe leidet und man fühlt sich leichter geblendet. Mit einer Operation, bei der die trüb gewordene Linse durch ein Kunststoff-Implantat ersetzt wird, lässt sich der Graue Star heilen.
Subjektives Empfinden ist entscheidend

Solange sich die Betroffenen durch die Linsentrübung in ihrem täglichen Leben nicht beeinträchtigt fühlen, besteht kein Grund, zu handeln. Wichtig ist, wie die Patienten selbst es empfinden. Wer regelmäßig Auto fährt, sollte allerdings den subjektiven Eindruck „Ich sehe doch noch ganz gut“ kritisch hinterfragen. Und spätestens, wenn man sich selbst im Straßenverkehr nicht mehr sicher fühlt, wenn man bei schlechten Lichtverhältnissen leicht geblendet wird, dann sollte man mit dem Augenarzt darüber reden.

Keinesfalls ist es notwendig, abzuwarten, bis eine schwere Beeinträchtigung des Sehvermögens vorliegt. Dabei sollte man auch berücksichtigen, dass mit dem Nachlassen des Augenlichts das Risiko für Unfälle steigt – man stürzt leichter, da man Hindernisse nicht wahrnimmt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben nachgewiesen, dass nach einer Staroperation das Risiko zu stürzen geringer ist. Der Eingriff verbessert nicht nur die Lebensqualität – sie kann auch das Leben verlängern.
Sicheres Operationsverfahren

Dank moderner Verfahren ist die Staroperation heute ein sehr sicheres Verfahren, nur selten treten Komplikationen auf. In den meisten Fällen kann sie ambulant ausgeführt werden – das heißt, dass die Patienten noch am Tag des Eingriffs wieder nach Hause zurückkehren können.

Dr. Bachmann rät älteren Menschen, die Gesundheit ihrer Augen regelmäßig beim Augenarzt überprüfen zu lassen – denn auch andere Krankheiten, die das Augenlicht bedrohen, treten vor allem im höheren Lebensalter auf. Dazu gehören das Glaukom (Grüner Star) und die Altersabhängige Makuladegeneration. Wenn aber ein Grauer Star die Ursache für Probleme mit dem Sehen ist, gibt ein Beratungsgespräch mit dem Augenarzt Zuversicht und Sicherheit. Dabei werden neben dem Zeitpunkt der Operation alle wesentlichen Gesichtspunkte des Eingriffs erläutert.



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